Insektenhotel kaufen

Die Werbung findet ihre Opfer!

Für den Hobbygärtner, Naturschützer, oder einfach den mündigen Laien ist es wichtig zu wissen worauf man beim Kauf eines Insektenhotels achten sollte. - Hier liegt der Hase im Pfeffer -

Weshalb sollte der Laie auf die Idee kommen, sich vor dem Kauf eines „Insektenhotels“, im Internet zu informieren? Das machen die wenigsten und die wenigen, die sich informieren, merken nach kurzer Zeit ... das geht besser.

Der allübergreifende Hashtag aber lautet: #Insektensterben ..."Oooh NEIN"...

Das Angebot lässt nicht lange auf sich warten. Wöchentlich werden von Supermärkten, Baumärkten oder Discounter Insektenhotels zu nicht billigen Preisen angeboten, dazu später mehr. Die Gelegenheit, ... der Verbraucher schlägt zu! Nichts ahnend, welchen Mist er in den Einkaufswagen packt ... woher auch ... er denkt: “jetzt kann auch ich den Insekten helfen“ und ist stolz auf seine Errungenschaft. Der stolze Besitzer freut sich, hängt das „Ding“ in den Garten, auf die Terrasse oder Balkon. Er hat tolle Blumen in den Kästen, oder im Garten. Zufrieden lehnt er sich zurück in dem Glauben ... ich trage meinen Teil dazu bei, die Insekten zu retten.

Punkt 1 ist, die schlechte Verarbeitung jener Insektenhotels, dazu später mehr.

Punkt 2 ist, wer soll denn hier gerettet werden? Die Insekten ... welche? Die früher ihr Inneres an der äußeren Windschutzscheibe verewigten? Die lästigen Stechmücken, die einem den gemütlichen, wohl verdienten Abend vermiesen? Zu den Insekten gehören auch der süße Marienkäfer, oder die klebrige Blattlaus ... nein - die Laus auf keinen Fall. Allein in Deutschland gibt es ca. 30.000 Arten von Insekten. Hier will ich mal auf den Punkt kommen ...

#Bienensterben ... genau das ist gemeint. Die Abbildungen der Werbeprospekte zeigen ein Insektenhotel mit einer „Biene“. Jedes zweite Samentütchen wirbt als Bienenmagnet ebenso die Topfpflanzen. Und das vermeintliche Insektenhotel entpuppt sich am Ende als ein „Bienenhotel“... aaaha!

Ich glaube nicht das wir die Bienen retten können, aber wir können unser Bestes geben um ihnen zu helfen - jedoch nicht mit schlechten, stümperhaften geldmagnetischen Ausgaben von „Insektenhotels“.

Die Wildbienen-Häusle-Werkstatt stellt keine Insektenhotels her, sondern ausschließlich Bienenhotels vorzugsweise „Nisthilfen für Wildbienen“.

Europaweit zählt man etwa 2.500 verschiedenen Wildbienenarten. Davon sind ca. 560 in Deutschland bekannt, wovon 50% in ihrem Bestand gefährdet sind. Auszug von: Westrich P, Frommer U, Mandery K, Riemann H, Ruhnke H, Saure C, et al. Rote Liste der Bienen Deutschlands (Hymenoptera, Apidae)(4. Fassung, Dezember 2007). Eucera. 2008;1(3):33-87.